Donnerstag, 29. Januar 2015

Neue Stickdatei von SiMa`s Paradies & Instagram Gewinnspiel

Ich freu mich sehr, das ich euch heute eine neue Stickdatei von SiMa`s Paradies vorstellen darf .
Wunderschöne Reißverschlußtäschchen, komplett ITH( im Stickrahmen) gestickt. Ich durfte die Datei probesticken und bin ganz verliebt, es macht so großen Spaß diese wunderschönen Täschchen zu sticken, das ich nicht mehr aufhören konnte, so ist eine ganze Galerie von Reißverschlußtäschchen  in unterschiedlichen Größen entstanden.
Sind die nicht umwerfend???
Die Täschen gibt es in fünf verschiedenen Größen. Angefangen bei dem kleinen 10 X 10 Rahmen bis zum Giga Rahmen in 18 X 30. Enthalten sind jeweils auch die Schriftzüge Glitzerkram, Luxus pur und Kram Deluxe.Also nichts wie in den Shop und hohlt euch diese bezaubernden Täschchen. Für kurze Zeit zum Einführungspreis.

Für alle die keine Stickmaschine haben gibt es auf Instagram ein Gewinnspiel!!!
Zu gewinnen gibt es je ein Täschchen nach Wahl.

Der Gewinner darf eins der Großen Täschchen auswählen.

Der Zweitplatzierte darf sich eins der mittleren Täschchen aussuchen.

Für den Drittplatzierten gibt es eins der kleinen Täschchen als Schlüsselanhänger, natürlich auch nach Wahl.

Folgt mir auf Instagram, teilt das Gewinnspiel Foto und verwendet den Hashtag #simasneuestickdatei

Das Gewinnspiel endet am Freitag, den 30. Januar 2014. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich!
Die Gewinner werden am Samstag den 31. Januar 2014 bekannt gegeben.
Ich wünsche euch viel Spaß und viel Glück bei der Verlosung.

Liebe Grüße und bis Bald
Mimzy







Mittwoch, 21. Januar 2015

Der Wahnsinn.....

....was für eine Resonanz auf das Tutorial zur Schnitterstellung.
Ich bin total platt! Zahlreiche Emails haben mich erreicht, alle waren Begeistert. Sogar einige Beispiele wurden genäht und die Fotos darf ich euch hier zeigen.
Gabi ( Die krativen Adern) hat einen wunderschönen Shopper genäht.
Friederike hat ein ganzes Set bestehen aus Tasche, Handtaschenorganizuer und Geldbörse genäht.
Die Tasche und den Organizer darf ich euch hier zeigen.

Kasi-Ma hat eine traumhafte Tasche und eine Kosmetiktasche genäht.


Danke für die tollen Beispiele. Auf den Fotos sieht man, das jede Tasche etwas anders ist, nur die Grundschnitte sind gleich, jede hat sich das Schnittmuster selbst nach ihren Größenvorstellungen gezeichnet. Es erfordert nicht viel Zeit und man kann sich seine Tasche nach eigenen Bedürfnissen zusammenstellen. Es sollten allerdings soviel Erfahrungen im Nähen vorliegen, das man weiß, wie eine einfache Tasche genäht wird.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht zu sehen, wie andere das Tutorial umsetzen. In naher Zukunft werde ich euch in einer Fortsetzung weitere Grundelemente zeigen.

Bis Bald liebe Grüße

Mimzy



Dienstag, 13. Januar 2015

Taschenschnitte selbst erstellen...trau Dich!

Einen einfachen Taschenschnitt selbst zu machen ist auch für Näherinnen mit wenig Erfahrung keine große Herausforderung.  Das möchte ich euch anhand von ein paar Din A 4 Blättern (Druckerpapier) zeigen.
Im Netz kursieren unzählige E-Books und Free- Books für Taschen, jede dieser Autorinnen erhebt mit Recht den Anspruch darauf, dass es sich um ihr geistiges Eigentum handelt. Wer eine Tasche nach einem E-Book fertigt, sollte die Quelle auch nennen.
                                     
Es gibt jedoch so etwas wie Grundschnitte, wo niemand sagen kann, das ist seine Idee und die wäre geklaut.  Eine Hose hat nun mal zwei Beine und Mützen gehören auf den Kopf. So wie eine Tasche dazu bestimmt ist je nach Größe , eine gewisse Menge an Habseligkeiten zu transportieren.
                                           
Als ich Fotos meiner nach selbst gezeichnetem Schnittmuster genähten Tasche in einer sehr kleinen Gruppe( 15 Mitglieder) gezeigt habe wurde gleich die Ähnlichkeit zu einem Schnittmuster von XY erwähnt .Das liegt leider in der Natur der Sache, eine Tasche ist eben so. Ich habe das Rad nicht neu erfunden und bei unzähligen, teilweise wunderschönen Taschenschnitten die es gibt, ist eine neue Idee wie die Nadel im Heuhaufen, denn irgendwie ist alles schon einmal da gewesen. Und bei  "meiner" Tasche handelt es sich um einen einfachen Grundschnitt mit unzähligen Variationsmöglichkeiten. Ich erhebe NICHT den Anspruch es wäre meine Idee. So nähe ich Taschen und die Schnittmuster dazu mache ich mir je nach Bedarf und benötigter Größe selbst.

Ihr benötigt:
Druckerpapier, einen Bleistift, Lineal und Geodreieck, Klebestreifen, evtl. einen Zirkel ist aber kein Muss, eine Papierschere und ein kleines bisschen Zeit. ( Kaum mehr, als ein fertiges Schnittmuster aus einem E-Book auszuschneiden)
                                               


Los geht`s :
Ihr nehmt das erste Blatt hochkant und zeichnet an einer der unteren Ecken ein Quadrat von
 4,5 x 4,5 cm. Das wird später eure Tiefe. Wer die Tasche geräumiger haben möchte, der nimmt etwas mehr, darf aber nicht vergessen, dann auch die Höhe anzupassen, denn je breiter ihr den  Boden macht, desto kürzer wird die Tasche in der Höhe, schmaler wird sie dadurch auch, also wenn ihr den Boden sehr breit macht, beispielsweise ein 10 X 10 Quadrat an der Ecke einzeichnet, dann solltet Ihr oben und an der Seite des Stoffruchs einen entsprechenden Streifen ansetzten. Diese Ecke schneidet ihr ab. Um eine ausreichende Höhe zu erhalten nehmt ihr ein zweites Blatt und schneidet  an der kurzen Seite einen Streifen von 7 cm ab.
Diesen Streifen setzt ihr oben an dem ersten Teil auf Stoß an und klebt ihn mit Klebestreifen fest. Fertig ist das Hauptteil der Tasche. Auch hier sind die 7 cm nur ein  Beispiel. Wer es lieber höher mag, oder den Boden breiter gemacht hat, ändert hier einfach die Breite des Streifens. Diesen Teil solltet ihr beschriften, die lange Seite ist der Stoffbruch und Fadenlauf, wer nicht gerne im Stoffbruch zuschneidet, der macht sich dieses Schnittteil noch einmal und klebt beide Teile an den Stoffbrüchen  zusammen.
      
                

Im Grunde ist dieser eine Teil schon für eine einfache, voll funktionsfähige Tasche ( Wendetasche) zu verwenden. Dazu nur Träger oder Gurtband ergänzen.  Wo bitte ist da der Ideenklau? Kostenlose Nähanleitungen dazu gibt es im Netz, bei Interesse einfach mal  nach "Wendetasche kostenlos" suchen. Dieser Grundschnitt ist übrigens auch für Kosmetiktäschchen, Handytaschen, Utensilos, uvm. zu verwenden.

Weiter geht es mit den noch fehlen Teilen für die Tasche wie ich sie gerne nähe. Da ich es optisch mag wenn die Träger nicht einfach oben eingesetzt sondern zwischen gefasst werden, benötigen wir  von dem Blatt an dem wir die 7 cm abgeschnitten haben noch einmal  einen Streifen von 8,5 cm von der kurzen Seite. Dieser Streifen wird auch im Stoffbruch zugeschnitten, sonst 2 Streifen zusammen kleben! Die 8,5 cm sind nur wieder ein Richtwert für den ich mich entschieden habe, weil ich beim zuschneiden des Außenstoffes vom Hauptteil einfach den 7 cm Streifen, den wir angesetzt haben umklappe. Somit ist das für mich die Höhe an der die Träger angesetzt werden. Damit ich wieder auf die gleiche Höhe komme wie bei den Futterteilen, benötige ich mit Nahtzugabe einen Streifen von 8,5 cm. Die Nahtzugabe ist bei mir Füßchen breit. In der Regel entspricht das 0,75 cm.
Das klingt jetzt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Eine Nähanfängerin sollte beim ersten Mal die hier angegebenen Maße übernehmen. Fragen klären sich dann meist während des nähens von selbst.

Auch mit diesen beiden Schnitteilen lassen sich schon schöne individuelle Taschen nähen. Die zwischengefassten Träger sind ein kleiner Blickfang . Wenn man mit verschiedenen Stoffen arbeitet können schon ganz tolle Modelle entstehen. Anfänger sollten mal versuchen die Träger trotzdem oben anzusetzen und den Streifen nutzen um verschiedene Stoffe in Szene zu setzen und vielleicht mit einer Paspel oder Litze die Unterbrechung hervorzuheben. Auch hier kann meiner Meinung nach nicht die Rede von Ideenklau sein, denn meine Oma hat ihre Einkaufstaschen schon auf diese Weise genäht und Stoffreste verarbeitet.  Es ist kein designerisches Können notwendig um ein Schnittteil in zwei  Teile zu zerlegen. Wer also glaubt diesen "Geistesblitz" als erstes gehabt zu haben und es als seine Idee beansprucht, kann sich gerne wie Rumpelstilzchen aufführen. Übrigens ist das Teilen von Schnittmustern Stoff aus dem ersten Lehrjahr einer Schneiderausbildung.

Bei  "meinen" Taschen verwende ich gerne Eck-Patches, es sieht gut aus und schont die Ecken wenn man sie aus stabilen Materialien wie Leder, Filz , Jeans oder Segeltuch macht.  Beim Aufzeichnen verwende ich die" Viertelkreis" Technik, denn dabei muss nicht darauf geachtet werden,  wie rum man das Schnittteil legt, es ist immer gleich. Natürlich muss beim Zuschneiden darauf geachtet werden wie der Fadenlauf verläuft und das die Ecken für rechts und links zugeschnitten werden. Dazu nehmt ihr euch ein weiteres Blatt und einen Zirkel.  Wer keinen hat schaut mal in der Küche nach einer großen Salatschale oder einem Platzteller, möglichst mit einem Durchmesser von 30 cm . Man markiert sich von einer Ecke des Blattes je 15 cm in beide Richtungen und zeichnet nun mit dem Zirkel oder mithilfe der Schüssel, oder was ihr sonst in der Küche aufgetrieben habt einen Viertelkreis.  Jetzt nur noch die Ecke für den Boden anzeichnen, indem  ihr wieder 4,5 X 4,5 cm in der Ecke des Blattes ausmesst und das ganze ausschneidet. Fertig ist ein schöner Eck-Patch.  Auf diese Weise könnt ihr euch Patches in unterschiedlichen Größen  für jede Tasche oder Täschchen leicht selbst machen.  Es muss ja nicht immer ein Viertelkreis sein, auch eckig sind diese Patches ein toller Eyecatcher und schützen feinere Stoffe vor dem Durchscheuern. Lasst eure Fantasie spielen und habt Mut etwas auszuprobieren.
   

                               



Eckpatches sind auch nichts neues, schon im Wilden Westen wurden Kofferecken damit verstärkt!




Außentaschen sind praktisch und  immer eine schöne Möglichkeit Stoffreste zu verarbeiten oder einen ganz besonderen Stoff zu präsentieren. Dafür ein Schnittmuster zu erstellen ist eine Sache von einer Minute. Eine einfache rechteckige oder quadratische Tasche möchte ich hier nicht zur Sprache bringen, ich setze voraus, das jeder der sich zutraut ein eigenes Taschenschnittmuster zu zeichnen weiß wie das funktioniert. Diese einfachen Taschen sind auch prima innen anzubringen um Handys oder Schlüssel separat zu verstauen, damit man nicht lange danach wühlen muss. Wie leicht man sich eine abgerundete Tasche zeichnen kann möchte ich trotzdem kurz erklären. Nehmt euch ein neues Blatt und faltet es so, dass ein Quadrat entsteht, den überstehenden Streifen einfach abschneiden. Jetzt habt ihr ein Quadrat von 21 X 21 cm. Dieses Quadrat faltet ihr einmal in der Mitte zusammen, so dass ein Rechteck entsteht. An einer der offenen Ecken legt ihr euch einen Deckel, Teller oder sonst etwas rundes an und zeichnet die Rundung nach. Jetzt nur noch entlang der gezeichneten Rundung abschneiden und ihr habt eine schöne gleichmäßige abgerundete Schablone für eine Außentasche. Das lässt sich auch wieder abwandeln, indem ihr einfach anstatt der Rundung die Ecke diagonal abschneidet schon habt ihr eine eckige Taschen Schablone, zusammen mit den eckigen Patches sieht das total klasse aus.

 Zuletzt möchte ich noch verschiede Verschlussmöglichkeiten zur Sprache bringen.  Das Sicherste ist natürlich ein Reißverschluss, schützt vor Langfingern, davor das etwas aus der Tasche herausfällt und auch davor, dass es in die Tasche hineinregnet. Dafür ist aber einige Näherfahrung notwendig. Klappen sind auch prima und erfüllen den gleichen Zweck wie ein Reißverschluss, man ist allerdings bei der Anbringung der Träger sehr eingeschränkt. Bei einem Shopper bietet es sich an einfach einen Druckknopf anzubringen. Mir persönlich gefällt es besser einen Riegel als Verschluss zu verwenden. Ein solcher Riegel sollte in der Breite zwischen die Träger passen und lang genug sein um mit einem Druckknopf oder Klettverschluss  verschlossen zu werden. Ich habe ein Maß von 14 X 24 cm verwendet und ihn wie bei der Außentasche beschrieben abgerundet, auch hier ist eine eckige Form sehr schön und sollte, wenn man sich für die eckigen Patches und Außentasche entschieden hat auch bei dem Riegel angewendet werden.


















          
Zum Schluß möchte ich noch daran erinnern, dass auch wenn es grade "IN" ist zu nähen, dieses Handwerk schon seit Jahrhunderten existiert. Viele kreative Menschen haben ihre Ideen und Techniken an die nächste Generation weiter gegeben oder zu Papier gebracht. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten eine Tasche, Hose usw. zu nähen. Sicherlich hat sich im Laufe der Jahrhunderte vieles geändert, ist hinzugekommen, oder leider vergessen worden. Bevor jemand einen Anderen bezichtigt seine Idee geklaut, oder etwas nachgemacht zu haben, sollte er einmal in sich gehen und überlegen, ob die andere Person nicht evtl. eine ganz ähnliche Idee gehabt haben könnte, oder aber die Ähnlichkeit einfach daher rührt, das eine Hose nun mal zwei Beine hat und der Popo hinten ist. Wenn man so große Angst hat, das sein geistiges Eigentum entwendet  wird, sollte man keine Fotos von seinen Werken im Internet veröffentlichen, sondern ganz still und heimlich in seinem Kämmerlein vor sich hin nähen und seine Schätze dort hüten. Veröffentlichte Fotos können anderen immer als Inspiration dienen. Für mich ist  es ein schönes Kompliment, wenn mein Beispiel anderen so gut gefällt, das sie es so ähnlich nacharbeiten. In diesem Sinne.....viel Spaß beim Nachnähen.

Einen ganz besonderen Dank möchte ich an Friederike aussprechen, denn ohne ihre tatkräftige Unterstützung wäre dieser Beitrag nicht so schnell fertig geworden. Sie hat bereits ein wunderschönes Beispiel genäht, welches sie Euch bestimmt gerne zeigt.

Liebe Grüße
Mimzy`s Nähklimbim